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Calcium (Ca)

Calcium (auch „Kalzium“ geschrieben) wird von der Pflanze als zweiwertiges Kation Ca2+ aufgenommen und ist ein essenzieller Pflanzennährstoff mit vielen Funktionen im Pflanzenorganismus. Es spielt eine entscheidende Rolle z.B. für die Zellteilung, die Entwicklung der Zellwände und -membranen, die Aufnahme und Verarbeitung von Nitrat und den Stärke-Stoffwechsel, ebenso dient Ca2+ als Gegen-Ion für anorganische und organische Anionen in den Zell-Vakuolen sowie als Botenstoff im Zellplasma. Calcium ist auch Bestandteil oder Regulator von Enzymen.

Calcium, das ins Pflanzengewebe eingelagert worden ist, kann nicht mehr innerhalb der Pflanze transportiert werden, daher ist für Landpflanzen eine konstante Zufuhr an Calcium wichtig. Für Unterwasserpflanzen ist dies weniger ein Problem, da sie Ca2+ auch über die Blätter aus dem umgebenden Wasser aufnehmen können.

Die Calciumkonzentration in natürlichen Gewässern kann sehr unterschiedlich sein, je nach dem Calciumgehalt der Gesteine oder Sedimente im jeweiligen Gebiet. Typischerweise liegt sie um 15 mg/l, es gibt aber auch Gewässer mit weniger als 1 mg/l und in Gegenden mit calciumreichen Gesteinen (vor allem Kalkstein) und Böden Konzentrationen von 30, im Extremfall 100 mg/l. Die Konzentration von Ca2+ macht zusammen mit Magnesium-Ionen (Mg2+, ebenfalls ein Makronährstoff) und anderen Erdalkali-Metallen die Gesamthärte des Wassers aus.

Der Calciumbedarf unterscheidet sich je nach Pflanzenart und wurde vorwiegend an Landpflanzen sowie bei emers wachsenden Wasserpflanzen untersucht. Mangel an Calcium kann sich bei Landpflanzen auf verschiedene Weise äußern, zuerst am Bildungsgewebe (Spross-, Wurzelspitzen), unter anderem durch Gewebeschäden. Über Calciumbedarf, -aufnahme und -mangelerscheinungen bei submersen Pflanzen ist dagegen noch vieles im Unklaren. Probleme mit der Calciumversorgung wären nur in sehr weichem Wasser zu erwarten, das aber gerade die Voraussetzung für die Kultur bestimmter anspruchsvoller Aquarienpflanzen darstellt. Anscheinend sind bei submersen Aquarienpflanzen keine konkreten Fälle von Wachstumsstörungen bekannt, die sich ohne Zweifel auf Calciummangel zurückführen lassen. Man kann in der Praxis davon ausgehen, dass — wie es auch bei Sulfat der Fall ist — die Ca2+-Konzentrationen im Aquarienwasser für die Pflanzen ausreichen.